Gemeinde Neckargerach

Seitenbereiche

Volltextsuche

Geschichte

Neckargerach wurde nach dem Dorfbach benannt

Am 31. Dezember 792 erscheint erstmals der Ortsname Botenbach - seit 1504 Guttenbach - in einer Schenkungsurkunde der Pergamenthandschrift (Codex) des Benediktinerklosters Lorsch, welches als Lieblingskloster des Frankenkönigs Karl (der Große) zugleich Reichsabtei war. Hier steht zu lesen, dass der Edelmann Hermenher zu Obrigheim, Gefolgsmann des Königs, dem Kloster Lorsch mehrere Orte seiner Gemarkung, darunter auch Botenbach, zum Geschenk macht. Die Vorsilbe "Boten" im ursprünglichen Ortsnamen ist vermutlich keltischen Ursprungs und wäre dann mit "Sumpf" zu übersetzen. Dies bezog sich auf den träge dahinfließenden, sumpfigen Dorfbach, der 1789 auch Kazenbach und schließlich Krebsbach genannt wurde.

Historische Aufnahme
Historische Aufnahme
Historische Aufnahme
Historische Aufnahme

Am 15. November 976 wird in einem leider im Original nicht mehr vorhandenen Dokument beurkundet, dass der Sachsenkaiser Otto II. der Bischofskirche (Hochstift) Worms die (Benediktiner-) Abtei Mosbach mit allen dazugehörigen Orten übereignet, darunter auch Geraha (Gerach 1325, Neckargerach 1706). Der Ort hat seinen Namen ebenfalls vom Dorfbach Geraha/Gerach, einem nach der indogermanischen Bedeutung "gurgelnden, geröllreichen Gewässer". Dieser Bach, auch Forellenbach und Floßbach genannt, wurde 1676 offiziell zu Seebach (nach seinem Quellgebiet Roberner See) umbenannt.